Chronik
Bierbrauen hat in der Stadt Apolda eine lange Geschichte. Die Vereinsbrauerei Apolda kann hierbei auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken.
Schnellauswahl
Alle Informationen über die Vereinsbrauerei Apolda auf einen Klick.
Biersommer 2011
aus dem historischen Bildarchiv der Vereinsbrauerei Apolda
1440
Im ältesten Apoldaer Stadtbuch (rotes Buch) wird das Brauwesen zum städtischen Vorrecht erklärt.
1591
Den Vorstädtern von Apolda wird das Recht zugesprochen, Bier zum Verkauf zu brauen. Sie haben aber kein Schankrecht, sondern dürfen ihr "Gebräu" nur in ganzen bzw. halben Fässern und Tonnen verkaufen.
1710
Gleichstellung der Vorstädter mit den Innenstädtern; Bildung zweier Braukommunen
1725 und 1729
Bau eines eigenen Brauhauses sowie eines Malz- und Darrhauses für die Vorstädter.
18. - 19.12.1777 und 25.07.1779
Große Brände verwüsten nicht nur die Stadt, sondern schädigen auch ganz erheblich die innerstädtische Braukommune.
1826
Vereinigung der zwei Braukommunen der Innen- und Vorstädter
1844 - 1852
Kauf von Gebäuden und Grundstücken durch die Braukommune, jetzt auch Braugesellschaft zu Apolda genannt. Rechtsstellung eines selbständigen Brauereibetriebes wird erreicht.
1872 - 1873
Die städtische Braugesellschaft zu Apolda "Karl Kürschner & Co." wird in das alte Handelsregister der Stadt eingetragen.
07.08.1888
Offizielle Gründung der Vereinsbrauerei Apolda Aktiengesellschaft durch Vereinigung der Braugesellschaft "Karl Kürschner & Co." sowie der Braustätte der Gebrüder Bohring. Alle Geschäfte dieser Brauereien rückwirkend ab dem 01.10.1887 gelten für die neue Vereinsbrauerei Apolda. Deswegen gilt als offizielles Gründungsdatum der heutigen Vereinsbrauerei Apolda der 01.10.1887!
1901 - 1902
Erstmalige Produktion von Flaschenbier
1904
Mit einem Ausstoß von 43.200 Hektolitern verzeichnet die Vereinsbrauerei Apolda das erfolgreichste Jahr der Brauerei als Aktiengesellschaft.
1914 - 1918
1. Weltkrieg, die Biererzeugung sinkt auf 5 % der Friedensmenge.
1920
Ausstoß von 12.600 Hektolitern (hl) verschiedenster Getränkesorten
1923
Die Riebeck Brauerei übernimmt Anteile an der Vereinsbrauerei Apolda.
1929
Massenarbeitslosigkeit , Einbrüche beim Bierabsatz bis zu 50 %
1936 - 1937
Rückgang des Bierabsatzes gestoppt, Bau einer Stammarbeitersiedlung in der Apoldaer Heynestraße.
1939 - 1945
2. Weltkrieg, der Mälzungsbetrieb wird eingestellt, der Bierausstoß beträgt 31.869 hl
01.07.1948
Die sowjetische Militäradministration befiehlt die Überführung der Brauerei in Volkseigentum.
1949
Es werden 16.910 hl Bier und 7.000 hl alkoholfreie Getränke produziert.
1967
Antrag auf Produktionsaufnahme eines Spezialbieres.
1968
Herstellung des ersten "Apoldaer Dominator Spezial".

Die Produktion von alkoholfreien Getränken wird ab jetzt eingestellt.
1970
Erstmals wird in der damaligen DDR ein Diät-Pils gebraut.
1971
In der Vereinsbrauerei Apolda werden das erste Mal mehr als 100.000 hl Bier produziert.
1976
Neben verschiedenen anderen Auszeichnungen(u. a. "Gütezeichen Q" und "Beste Erzeugnisqualität" in Anerkennung ausgezeichneter Qualität) ist die Brauerei stolz darauf, dass ihr "Apoldaer Diabetiker-Pils" die Goldmedaille der Leipziger Herbstmesse (MMM) erhält.
1977 - 1983
Export von "Apoldaer Dominator Spezial" nach Bulgarien, Rumänien und Ungarn
1986
Goldmedaille für das "Apoldaer Dominator Spezial" auf der MMM in Leipzig
1990
Aufgrund nun vorhandener Rohstoffe striktes Brauen nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 unter dem Motto "Das Bier aus Thüringen"

Erster großer Bockbieranstich in Apolda
1991
Privatisierung des ehemaligen VEB (volkseigenen Betrieb)
1992 - 1996
Von den Eigentümern werden erhebliche finanzielle Investitionen ausgeführt.
Seit 1994 bis jetzt
Apoldaer Bier wird jährlich von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) prämiert. Fast ununterbrochen wird dabei das "Apoldaer Glockenpils" mit der Goldmedaille der DLG ausgezeichnet.
27.04.1996
Der erste Heißluftballon der Vereinsbrauerei Apolda wird auf den Namen "Gambrinus I" getauft.
Seit 1998
jährliche Ehrungen mit dem Qualitätszeichen "Geprüfte Qualität Thüringen"
2002
Erstmals überschreitet die Vereinsbrauerei Apolda wieder die 100.000 hl Bierausstoß.
2003
Besonders erfolgreiches Jahr mit über 130.000 hl Bierausstoß.
2004
Einweihung des neuen Sudhauses durch den Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus als eines der modernsten seiner Zeit in Europa.

Der Gesellschafter und ehemalige Geschäftsführer der Brauerei, Günter Ramthor, erhält in der Staatskanzlei in Erfurt das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Verdienste in der Wirtschaft.
30.05.2005
Fertigstellung der neuen Abfüllanlage

Die innerbetriebliche Produktionsverlagerung von Sudhaus, Flaschenkeller und Vollgutlager ist abgeschlossen.

Höhe der Investitionen seit 1990 ca. 10 Mio. Euro
2006
Mit einem Bierausstoß von über 121.000 hl verzeichnet die Vereinsbrauerei Apolda für sich wieder ein erfolgreiches Jahr.
  • Namens-gebung

Eine Brauerei und viele Namen: die heutige Vereinsbrauerei Apolda GmbH im Wandel

Einst: Braukomune Apolda

1887: Städtische Braugesellschaft zu Apolda - "Karl Kürschner & Co. oHG" und die Brauerei "Gebrüder Bohring" schließen sich zusammen.

1948: Vereinsbrauerei Apolda AG

1949: VVB Venag, VEB Vereinsbrauerei Apolda

1952: VVB der Brau- und Malzindustrie, Vereinsbrauerei Apolda

1964: VEB (K) Vereinsbrauerei Apolda

1967: VEB Vereinsbrauerei Apolda

1969: VEB (K) Vereinsbrauerei Apolda

1990: VEB Vereinsbrauerei Apolda im VEB Getränkekombinat Erfurt

1991: Vereinsbrauerei Apolda GmbH, Treuhandverwaltung;
Vereinsbrauerei Apolda GmbH, Privatbrauerei



Zusatz-Bereich Apoldaer Radler Apoldaer Export Apoldaer Glockenpils Apoldaer Tradition Apoldaer Glocken Hell Apoldaer Festbock Apoldaer Schwarzer Esel Apoldaer Hefeweizen hell Apoldaer Spezial Domi Apoldaer Premium Pils Apoldaer Diamant Extrapils Apoldaer Hefeweizen dunkel Apoldaer Tafelbier Apoldaer Hefeweizen Alkoholfrei